Piemont 2006
3 Mann, 1 Transporter, 3 Bikes, 1 Auftrag : Spass haben
das erste Mal in Piemont
Wir machten uns am Fr. den 29.09. morgens um 3.oo Uhr in Ulm auf den Weg und waren
nach 11h Fahrt und 768 km ohne Zwischenfälle am Campingplatz Gran Bosco bei
Salbertrand
Nach dem Ausladen und Aufbau der Zelte haben wir dann einen gemütlichen Abend
verbracht und sind dann recht früh ins Bett gefallen.
Am nächsten Morgen wurde dann an den Bikes noch mal eine Durchsicht gemacht
! Unser Ziel für heute war der Monte Jafferau .Also erst mal Richtung
Salbertrand und den Weg suchen, den wir auch recht schnell gefunden hatten
(dachten wir) nach einer falschen Abzweigung kamen wir an ein schönes Schottersträsschen.
Der Schotter wurde immer gröber und nach der 3ten kurve
schlug mir so unglücklich ein Fels an die Hinterbremse das der Hebel gebrochen
ist, das wars dann mit der Hinterbremse für die ganze Tour. Nach einer kleinen
Wasserdurchfahrt kam uns ein wild winkender Italiener entgegen der meinte hier
sei Privatgrund und wo wir hin wollten ! Nach ein paar netten Worten und Erklärungen waren wir dann endlich auf dem richtigen Weg.
Auf dem ersten Plateau angekommen kann man einen Abstecher machen zu einer
alten Festung.
Danach kommt ein 900m langer Tunnel ohne Licht mit zwei 90° Kurven und
Wasser in der Mitte. Wenn möglich vorher fragen bei uns war der Wasserstand hoch
bis zu den Fußrasten. Es folgen schöne Kehren bis zur Festung auf dem Monte
Jafferau mit herrlicher Aussicht .
Zurück am Campingplatz waren wir so gegen 15.30 Uhr wo wir dann den Grill
angefeuert haben und uns einen gemütlichen Abend machten.
Am 2ten Tag machten wir uns gegen 9.00 Uhr auf , die Assiettakammstrasse zu
erkunden. Wir sind auf der Bundesstrasse 335 nach Susa gefahren, den Colle delle
Finestre hinauf.
Weiter zur Assietta die landschaftlich sehr reizvoll ist.
Zurück über Sestriere und Oulx zum Campingplatz waren es knapp 110km die sehr
schön waren .Am Abend sind wir in die Pizzeria am Campingplatz gegangen und
wurden von sehr unfreundlichen Italienern bedient aber mit dem Essen wurden wir
wieder milde gestimmt.
Der 3te Tag sollte uns zum Colle Sommeiller führen, nach einem ausgiebigen
Frühstück machten wir uns wieder um 9.00 Uhr auf den Weg. Über Bardonecchia aus
geht es auf den Colle Sommeiller mit vielen Kehren vorbei an einem See und einem
Wasserfall bis auf 3008m, wobei wir da noch Schnee hatten.
Nach der Abfahrt sind wir in Bardonecchia zum Mittag eingekehrt und habe uns
überlegt was wir noch anstellen da es erst 12.30 Uhr war. Wir zückten unsere
Allzweckwaffe den Denzel und entschlossen uns den Passo della Mulattiera
zu erklimmen. Die Einfahrt war schnell gefunden, der untere Weg stellte sich
dann als 2m breite Schlammpiste heraus, die unsere ganze Kondition kostete und
uns zeigte das wir noch eine Menge üben müssen. Nach 3 km kamen wir auf eine
Skipiste und an die Bergstation wo wir eine Pause einlegen mussten. Die
Weiterfahrt zeigte uns dann schnell die Grenzen unserer Bikes und unseres
Könnens. Im Denzel stand das die Piste mit Erdrutschen übersäht ist. Wir wollten
sehen wie weit wir kommen.
Nach der Hälfte der Strecke entwickelte Alex KLR 250 eine blaue
Rauchfahne und machte schlapp, Udo und ich machten uns auf den Weg zum Gipfel
den wir nach ca.20 min erreichten. Juhu geschafft !!!! Der Rückweg wurde
dann nochmal zur Herausforderung und wir erreichten den Campingplatz so
gegen 18.30 Uhr.
Das Resumée nach 4 Tagen Piemont : Ein gebrochener Bremshebel , ein
Motorschaden und die Erkenntnis das wir wieder kommen.
Alex, Udo, Frank