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19.-27.Juli 2008 So wir haben am 27.02.2008 unseren Termin gebucht. Die Vorbereitungen laufen, ich habe ein Garmin GPS gerät gekauft und übe fleißig, ein Garmin 12 Nachdem wir auf der Enduromania als Team starten sollten, brauchten wir einen Teamnamen und nach langem Überlegen entschieden wir uns für " Team Schwabenchaos" , das trifft es so ziemlich genau. Nachdem Udo extra für Rumänien einen MB307 gekauft hatte, der aber nicht mehr fertig wurde, fuhren wir mit Udo`s M-Klasse und Hänger. Samstag den 19.07 2008 um 3.oo Uhr machten wir uns auf den Weg nach Brebu Nou, 1326km von Zuhause. Die Fahrt ging über München, Salzburg, Wien (Österreich), Budapest (Ungarn), Arad, Resita, Brebu Nou (Rumänien). Gegen 00.20 Uhr waren wir in unserer Pension in Brebu Nou (Weidentahl), wobei wir sagen müssen dass es eine lange Fahrt war, da wir um Budapest 2h im Stau standen und in Resita 1h den Weg gesucht haben. Die letzen 24 km ging es über eine Bergstrasse mit sehr vielen Schlaglöchern für die wir 2h brauchten. Zur Begrüßung haben wir von unserm Gastgeber gleich mal einen Schnaps bekommen- im Sprudelglas (!), der uns ziemlich weggebeamt hat .
Am nächsten Morgen haben wir bei strahlendem Sonnenschein beschlossen die Gegend zu erkunden. Und so machten wir uns auf den Weg die andere Straße, über die man Brebu Nou anfahren kann, anzuschauen. Wir stellten schnell fest das der Zustand der Straße noch schlechter ist als von Resita, und mit Hänger nicht zu empfehlen. Also machten wir uns auf den Weg ins Gelände.
Weit kamen wir an diesem Tag nicht mehr, da Beni einen Sturz hatte und sich den Ölkühler demoliert hatte und Udo & Alex zurück fahren mussten um Teile zu holen, die wir vorsorglich dabei hatten. Und so warteten Beni und ich auf deren Rückkehr. Nach erfolgreicher Reparatur machten wir uns auf den Weg zurück zum Camp, da an diesem Abend noch die Teamvorstellung war und der Empfang der Wertungslisten.
Man beachte das Rollstuhlschild am Quad Hier seht ihr eine Gruppe Tschechen mit Quads, die Querschnittsgelähmt sind und jedes Jahr mit ihren Betreuern kommen- eine stolze Leistung. 9 Behinderte mit je 2 Betreuern auf Quads oder Bikes. Am Montag Morgen haben wir mit unsern Pensionsnachbarn vom Team der Supertanker (KTM LC8), Fahrer Milan & Lars, die GPS-Punkte rausgesucht die wir an diesem Tag fahren wollten. Nach dem Frühstück ging es los in Richtung erster Punkt. Noch hatten wir ein paar kleine Abstimmungsprobleme mit den Karten und der GPS-Anzeige die wir aber schnell behoben hatten. Und so ging es über traumhafte Wege und eine ziemlich steile und schlammige Waldabfahrt zum ersten Punkt, den wir nach einer halben Stunde erreichten . .
Danach ging es über Holzfällerwege mit tiefen Spurrinnen zum nächsten Punkt, den Abzweig hatten wir schnell gefunden und es begann eine heiße Auffahrt mit 6 oder 7 Bachdurchquerungen die ziemlich glitschig waren. Bei der zweiten ging Udo kurz baden. Weit kamen wir nicht, schon bei der vierten Durchfahrt ging ich baden, auch Alex wollte auf ein Bad nicht verzichten. Aber wir schraubten uns immer weiter den Berg hinauf, bis wir das Team Dreckskinder trafen die uns mitteilten, dass es nicht weiter ging. Nach einer kurzen Pause und einem Plausch machten wir uns alle wieder an die Abfahrt . Ein paar Meter weiter war dann auch die richtige Auffahrt .
Nach heftigen Steigungen mit Schlammpassagen erreichten wir dann die Höhe Nemanu Mic (1048m) und den zweiten Punkt, wobei wir merkten das Beni ganz schön fertig war, da ihm doch die Kraft und Technik fehlt. Und nach ein paar kleineren Stürzen und der Kickerei wurde es nicht besser, und als dann auch noch die Hirtenhunde Beni vom Motorrad zogen, war die Motivation weg . Aber wir hatten Spaß !!!!!!! ;-) Bis zum nächsten Punkt war es dann eine gemütliche ebene Strecke, die wir schnell hinter uns brachten. Die Abfahrt zum nächsten Punkt war dann ziemlich steil und mit ca. 50 cm tiefen Furchen durchzogen, aber wir erreichten nach kleineren Schwierigkeiten die Ortschaft Pioana und den nächsten Punkt. Nach ein paar km Teerstrasse begann der Aufstieg zum Punkt in Lindenfeld, den wir gut hinter uns brachten. Der Weg zum nächsten Punkt war dann das Chaos- es ging über Geröll und grosse Steinplatten wobei sich Udo und Beni den Rumänischen Boden genauer anschauten, was Beni dann so schaffte, dass wir beschlossen uns zu trennen: Beni und ich machten uns langsam auf den Weg zurück ins Camp und Udo und Alex fuhren noch drei in der Nähe liegende Punkte an.
Am Abend waren wir noch essen im Camp und sind da um 22.00 Uhr ins Bett gefallen. Gefahrene km heute 90,7 Am nächsten Morgen traf uns nach dem Aufstehen der Schlag: es regnete in Strömen und so beschlossen wir mit dem Auto nach Resita zu fahren um unsere Vorräte aufzufüllen und Geld zu wechseln.
Am Mittag hatte der Regen etwas nachgelassen und so machten wir uns auf den Weg in Richtung Slatina Timis um weitere Punkte zu ergattern. Der Ergeiz war geweckt! Der erste Punkt war schnell erreicht und auch der zweite war nicht schwer, da man diese über normale Strassen anfahren kann. Der dritte Punkt ist auch über die Strasse erreichbar, sind aber über die Straße 11 km und Luftlinie nur 1,2 km, also: ab quer durchs Gelände! Das war gar keine gut Idee! Warum seht ihr auf den Bildern!!! Ich habe mein Glück als erster versucht.
Nasser Lehmboden der klebt wie UHU Nach 2 h Plagerei haben wir uns entschlossen wieder umzudrehen und sind auf die Straße gefahren, um den nächsten Punkt zu erreichen was dann auch kein Problem war. Um die beiden nächsten Punkte zu erreichen, mussten wir allerdings querfeldein fahren, was die ersten 2 km noch ging, aber die Wege wurden durch den Regen immer matschiger und Beni plagte sich immer mehr,
so dass wir ihn nach 5km an einer Teerstrasse zurückließen um Pause zu machen. Wir pflügten währenddessen durchs Gelände. Rechtes Bild zeigt einen der schönsten Aussichtspunkte (wenn es nicht regnet!!!). Nachdem wir die erreicht hatten holten wir Beni ab und machten uns auf den Rückweg zum Camp. 96,2 km für heute sind genug.
Der dritte Tag begann wie der zweite mit viel Regen. Beni wollte sich heute erholen und blieb in der Pension und so machten wir uns zu dritt auf den Weg, diesmal in Richtung Trei Ape. Den ersten Punkt erreichten wir recht schnell, aber im Gelände wurde es ganz schön schlammig und wir ackerten ganz elegant die Wege um.
An Punkt 3 trafen wir eine Gruppe Tschechen die auch ganz schön abgekämpft aussahen.So ging es den ganzen Tag, sodass wir unsere Ziele, die wir uns gesteckt hatten, nicht ganz erreichten und nach 4 Punkten Alex dann fertig war und meinte, er fährt zu einer Holzfällerhütte und wartet da auf uns ! Wir wollten noch einen Punkt mitnehmen der nicht weit weg lag. Aber nach 1/2 stündiger Irrfahrt beschlossen Udo und ich uns auf den Weg zu machen um Alex nicht solange warten zulassen. Was dann folgte war eine 8 km lange Schlamm- und Wasserlochpiste, wobei der Schlamm teilweise bis über die Fußrasten hoch war und die Wasserlöcher, die Udo unfreiwillig testete, bis zur Hüfte tief waren.
Nach diesem Ausflug beschlossen wir dann auf dem kürzesten Wege in Richtung Camp zu fahren. Nach 64,7 km war der Tag dann gelaufen und nach einer heißen Dusche und einem leckern Abendessen fielen wir dann todmüde ins Bett. Der vierte Tag, was soll ich sagen, begann mit Regen und Alex wollte sich erholen, dafür war Beni wieder fit und so machten wir uns auf den Weg, mal wieder in Richtung Slatina Timis, aber diesmal tauschten wir die Bikes, so dass Beni meine KLX nahm und ich Alex DRZ. Es ging über die E70 20km Teerstrasse zu Punkt 1, auf dem Weg dorthin brach an der KLX die Auspuffhalterung und wir führten eine Not Reparatur durch, die uns 1h kostete. Uns wurde aber von den Einheimischen geholfen- mit einem Spezial- Reparaturset à la Gartenzaun.
Nach der Reparatur ging es weiter und wir erreichten de Plopu, unseren ersten Punkt für heute. Also machten wir uns auf den Weg zu Punkt 2 und nach einer Irrfahrt und einer Treibjagt durch ein Rudel wilder Hunde kamen wir an eine Flußdurchfahrt die ich als erster in Angriff nahm und auch mit nassen Füßen überquerte. Udo versuchte es mit viel Schwung was gerade noch gut ging. Als dann Beni die Stelle in Angriff nahm war er wohl der Meinung das er und die KLX zu dreckig seien und versenkte sich und mein Bike im Fluss, so dass nur noch der Helm und die rechte Lenkerhälfte zu sehen war. Nachdem er das Bike aus den Fluss geschoben hatte wollten Udo und ich noch schnell den Punkt holen und uns dann ums Bike kümmern, aber nach einem Umfaller brach Udos Kupplungshebel, den wir kurz wechselten und uns dann zurück zu Beni machten, und uns um die KLX kümmerten.
Nachdem wir die KLX auf den Kopf gestellt hatten, begannen wir mit dem Wasserauspumpen à la Kickstarter, was bei jedem Kick aussah wie ein Springbrunnen . Nachdem dann alles Wasser abgepumpt war, half uns das Black Forest Team bei der Demontage der Zündkerze. Udo und ich organisierten kurz zuvor ein dickes Seil von einem Pferdebauern, welches wir nach dem Wiedereinbau der Zündkerze zum Anziehen der KLX benutzten- ein Ende an DRZ, anderes Ende an KLX. Ein paar viele hundert Meter und einige Schreck- und Schwitzmomente später lief die KLX dann endlich wieder. Und so machten wir uns gemütlich auf den Heimweg, mit nur einem angefahrenen Punkt und langen Gesichtern. Gefahrene Strecke: 92,3 km Am nächsten Morgen war dann bei Beni die Motivation nicht sehr überragend und Alex kränkelte, sodass Udo und ich auch keinen Bock mehr hatten und gemütlich zum Frühstück gingen. Danach machten wir uns daran den Hänger zu beladen, weil was sollten wir zu zweit noch groß fahren. Gegen 11.00 Uhr gaben wir unsere Wertungsliste ab, wobei wir noch den Punkt im Camp holten. Da Udo doch ziemlich gefrustet war machten wir uns um 14.00 Uhr auf den Heimweg. Am Samstag Morgen um 8.00 Uhr waren wir wieder zuhause.
Fazit: Die Leute sind sehr freundlich und hilfsbereit, die Organisation ist Klasse, und das Wetter kann nur besser werden ! Wie hatten viel Spaß und Freude. Leider waren die Leistungsunterschiede im Team einfach zu groß um mehr erfolg zu haben aber es kann ja noch werden ! Ergebnis: 107 Fahrer 26 Teams unter anderem aus Österreich, Polen, Schweiz, Tschechien, England, Rumänien, und Deutschland und wir auf Platz 13, für erste mal gar nicht so schlecht oder ? Gesamtpunkte 24500 es kann nur besser werden ! Dank: Zum Schluss wollen wir noch Sergio und seinem gesamten Team für die tollen Tage in Rumänien danken ! Und der Firma PrintMedien-Transporte für die Team T-Shirts
Wir kommen wieder Beni, Alex, Udo, Frank vom Team Schwabenchaos
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© Frank Raimar |