Piemont Italien                  

Ende September machten wir uns auf das 2te mal nach Piemont zu fahren und bis kurz vor Turin lief unsere Reise ganz normal, bis wir an eine Tankstelle mussten um zu tanken, an dieser Tankstelle wurde unser Alex um 50€ beschissen ! Die Tankrechnung machte 70,70€ und Alex gab dem Tankwart die Kohle worauf dieser sich kurz umdrehte und wieder zurückschaute und dann meinte Alex hätte ihm 3 Zehn Euro Scheine gegeben, die er auch in der Hand hatte. Das Ende vom Lied war das wir noch einen Fünfziger drauflegen mussten, tja dumm gelaufen. Nach dieser Erfahrung lief dann alles wie gewohnt bis zum Campingplatz Gran Bosco .

Dieses Jahr haben wir mit unserer Zeltstadt ein wenig aufgerüstet 3 Mann ein 10Mannzelt und zwei 6Mann Zelte und ein Pavillon.

                                                                              

Und ich habe mir eine Kawasaki KLX 300 R gekauft die ich aber leider nicht mehr zugelassen bekommen habe und so bin ich mit der Suzuki DR 350 von Benjamin in Piemont unterwegs gewesen.

Da dieses Jahr einige Strecken bis Ende September gesperrt waren, haben wir uns zuerst die nicht gesperrten Strecken zu Brust genommen.

Den ersten Tag sind wir zur Eingewöhnung die Assiettakammstaße gefahren. die sich aber nur noch über Sestriere anfahren lässt und da wir ja mit neuen Bikes unterwegs waren haben wir auch mal die Hauptstrecke verlassen und sind Nebenwege gefahren, wobei wir immer darauf geachtet haben das wir eine Spur hatten und nicht wild über die Wiese gedonnert sind.

                                                      

Nach einem langen Tag waren wir so gegen 16.00 Uhr wieder am Campingplatz wo wir uns daran machten den Grill anzuwerfen und einen faulen Abend zu machen.

Am nächsten Morgen hatte es geregnet und wir hatten keine richtige Lust uns auf die Socken zu machen. Wir sind ein wenig auf dem Campingplatz herum gestreunt und haben dann bei einem Zeltnachbarn gesehen das er Probleme mit seiner KTM hat. Da unser Udo der Schraubergott ist, hat er sich der KTM angenommen und bald festgestellt das die Lima verschlissen ist und zu wenig Saft bringt beim Antreten und so wurde Dietmar immer von seiner Frau mit einem Suzuki Quad angezogen, was ein lustiges Bild war aber die KTM  lief dann. Am Nachmittag wurde das Wetter etwas besser und wir machten uns auf den Weg den Madonna di Cotoliver zu besuchen. Nach einer kleinen Irrfahrt durch Oulx habe ich dann zwei nette Carabinieri gefragt und sie haben uns den Weg erklärt. Die Auffahrt zum M.d.C war ziemlich vernebelt und es wollte nicht so richtig Freude aufkommen. Oben am Berg steht eine kleine Kapelle und der Ausblick soll sehr schön sein was wir leider nicht sehen konnten.

Auf der Abfahrt sind wir dann in einen Forstweg abgebogen der zum Holztransport angelegt war mit viel Matsch und Spurrillen und wir haben es so richtig krachen lassen, so das ich mit der DR sogar den 5. Gang brauchte, was richtig Spass machte. Nach diesem Ausritt sind wir zum Campingplatz zurück gefahren und haben einen feucht fröhlichen Abend verbracht. So gegen 21 Uhr haben sich noch Dietmar und seine Frau zu uns gesellt und wir haben gelabert über Tunesien und Enduromania wo Dietmar schon ein paar mal war und wir haben beschlossen 2008 zur Enduromania zu fahren.

Am nächsten Morgen den 1.10.  (Streckensperrungen aufgehoben) waren wir dann etwas spät dran (lol der Alkohol) und haben uns dann um 10.00 Uhr auf den Weg gemacht den Colle Sommeiller zu erkunden, aber schon auf der Anfahrt hatte ich ein ungutes Gefühl am Hinterrad der DR nach den ersten paar Kurven dachte ich das Rad wäre locker und nach genauerem hinsehen stelle ich fest, das das Radlager defekt war. Wir beschlossen dann das ich zum Campingplatz zurück fahre und das Rad ausbaue. Udo und Alex sollten sich alleine auf den Weg zum Colle Sommeiller machen, was sie auch taten.

                                                         

                                                    

Der Colle S. ist oben dauerhaft gesperrt und leider auch nur noch bis zum ersten Plateau befahrbar auf 2960 m. Udo und Alex waren dann so gegen 15.00 Uhr wieder am Campingplatz und ich hatte das Hinterrad ausgebaut und stand ziemlich ratlos da, wir hatten an fast alles gedacht nur nicht an ein Radlager das total zermalmt war. Wir dachten schon ans Heimfahren als so gegen 16.30 Uhr Dietmar auf den Platz kam und vorbeischaute. Er meinte dann er hätte Radlager dabei allerdings für die KTM und siehe da es war das passende dabei (juchu) nach einer halben Stunde war die DR wieder flott gemacht. Ich beschloss dann die ganze Mannschaft auf ein Bier und eine Pizza vorne am Campingplatz einzuladen. Wir hatten zwar nicht vergessen wie unfreundlich die Bedienung letztes Jahr war aber jeder hat mal einen schlechten Tag und was soll ich euch sagen: Essen super, Bier ok Bedienung  unfreundlich, schade nie wieder.

Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf den Monte Jafferau zu erkunden. Den Weg kannten wir ja noch vom letzten Jahr und diesmal ohne Abstecher auf das Privatgrundstück. Im Tunnel war dieses Jahr kaum Wasser und so kamen wir gut voran.

Auf der Abfahrt machten wir noch einen Abstecher zu einer anderen Festung die einen herrlichen Ausblick gewährte um dort eine kleine Pause einzulegen.

                                                       

 So gegen 16.00 Uhr waren wir zurück und machten uns ans kochen diesmal gab es Bohneneintopf, der Abend verlief in gewohnter Weise gemütlich.

Heute haben wir eine Tour ausgesucht die wir im Netz gefunden haben und laut der Beschreibung eine schwierige Strecke sein soll. So machten wir uns auf zum Colle della Rho. Wir sind 20 Min in Bardoneccia rum geeiert bis wir den richtigen Weg gefunden hatten, dann geht es einen ziemlich steilen Pilgerweg hoch bis an eine Gabelung. Wer links fährt hat den schweren Weg gewählt der durch einen Fluss geht und eine ziemlich steile Kiesauffahrt hat. Wir entschieden uns für den rechten Weg der einfach ist bis zu einer alten Grenzstation.

                                          

Nach dem Haus wird der Weg dann zu einem Fussweg der bis zur französischen Grenze führt und am Ende steil wird. Die Grenze sollte nicht mehr überfahren werden, da es in Frankreich mittlerweile verboten ist Enduro zufahren und die Bikes beschlagnahmt werden.

Vor der Abfahrt machten wir noch eine kleine Pause und dann ging es Richtung Campingplatz zum Mittagessen.

Nach dem Mittag sind wir aufgebrochen zum Lago Nero nach einem Tankstop und einem Espresso. Wir machten uns dann auf den Weg nach Claviere, von wo aus wir unsere Tour zum Lago Nero begannen. Zuerst geht es eine sehr steile aber schöne Skipiste hinauf und dann weiter über Fusswege in das Tal zum Lago Nero

Aufpassen muss man, das man nicht auf die französische Seite kommt, da werden die Bikes beschlagnahmt wie schon gesagt ,aber die Grenze ist deutlich sichtbar.

Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf den Rückweg wobei es erst mal eine ganze Weile wieder bergauf geht über ziemlich grobe Steine. Oben angekommen hat man noch mal einen wunderschönen Ausblick über das ganze Tal.

Danach geht es ca.2 km über einen Fussweg bergab, wobei es eine Stelle gibt die sehr heikel ist, da der Weg abgerutscht ist. Wenn man die überwunden hat wird der Weg wieder 2spurig bis nach Rhuilles, wo die Teerstrasse wieder beginnt.

Zurück nach Oulx und zum Campingplatz den wir gegen 18.30 Uhr erreichten. Den Abend ließen wir noch mal gemütlich ausklingen. Wobei wir der Meinung waren das dies der schönste Tag war mit der etwas schwierigen Tour am Morgen und der landschaftlich schönsten Tour am Mittag.

Und wieder ein Morgen an dem keiner aufstehen wollte, da wir uns heute auf die Heimreise machten. Nachdem wir unsere Zeltstadt abgebaut hatten machten wir uns gegen 10.00 Uhr auf den Heimweg.

Der ohne Zwischenfälle war und wir erreichten Ulm gegen 19.00 Uhr. Nachdem wir 2mal in Piemont waren und es immer mehr Streckensperrungen gibt werden wir vermutlich nicht mehr dorthin fahren.

                                             

                                                                         Alex, Frank, Udo

 © Frank Raimar
Stand: März 2010.